Eine gute Mundhygiene hat auch in der letzten Lebensphase eine besondere Bedeutung. Am Lebensende geht es nicht mehr in erster Linie darum, Zähne zu erhalten oder Erkrankungen vorzubeugen, sondern vor allem darum, Beschwerden zu lindern, Wohlbefinden zu fördern und die Würde des Menschen zu bewahren.
Eine sorgfältige und einfühlsame Mundpflege kann Mundtrockenheit, Beläge, unangenehmen Geschmack, Mundgeruch und Schmerzen reduzieren. Dadurch können Essen, Trinken, Sprechen und der Kontakt mit Angehörigen angenehmer bleiben. Gerade wenn ein Mensch nur noch wenig oder gar nicht mehr isst und trinkt, ist die regelmäßige Befeuchtung und Pflege der Mundhöhle besonders wichtig.
Darüber hinaus kann eine gute Mundpflege dazu beitragen, die bakterielle Belastung im Mund zu reduzieren und bestimmte Komplikationen zu vermeiden. Sie ersetzt jedoch keine medizinische Behandlung und kann den natürlichen Sterbeprozess nicht aufhalten.
Mundpflege am Lebensende bedeutet daher vor allem Zuwendung und Fürsorge. Sie unterstützt den Menschen dabei, sich möglichst wohlzufühlen und seine letzte Lebensphase mit möglichst wenig Beschwerden und in Würde zu erleben.